Hornets-Cup 2010

Favoriten-Schubsen beim 9. Hornets Hallen Cup in Altenwalde

ALTENWALDE – Wenn drei nichts leisten, dann freut sich der Vierte – und zwar der aus dem Vorjahr. Der Fanclub Green White Power Celle gewann am vergangenen Samstag das heiß begehrte Hallenturnier der Werder Hornets, das auch sonst nicht gerade mit Überraschungen geizte.

„Aber hier, wie überhaupt, kommt es anders, als man glaubt“, sagte Wilhelm Busch bereits 1882 und es scheint, als habe er damals schon als Zuschauer des diesjährigen Hornets Hallen Cup auf der Tribüne der Geschwister-Scholl Sporthalle in Altenwalde gesessen. Drei der Topfavoriten vermochten es am Samstag nicht, die Vorrunde auf einem der beiden weiterführenden Plätze abzuschließen und gaben den Außenseitern der letzten Jahre die Gelegenheit, sich ganz nach oben zu kämpfen.

Zu dritt und ohne Torwart reisten sie aus Celle an
Sie wussten nicht, was sie erwarten würde, als sie sich auf den Weg nach Altenwalde machten. Bis auf drei Spieler hatten alle Mitglieder des Fanclubs GWP Celle abgesagt und einen Torhüter wollte man vor Ort anheuern. Mit gut 200 Kilometern hatten die Jungs aus Celle in diesem Jahr den weitesten Weg. Ziemlich genau die halbe Strecke mussten Mannschaften wie Ostfront Huchting, Grün-Weiß SPAHLB und die Grün-Weißen Meisterjäger aus Bremen zurücklegen und das Cuxland wurde z. B. durch das Schwedenteam, Eintracht Hadeln , die Freitags Riege und die Red Devils Cuxhaven vertreten.

Neben den Red Devils, die nie ein Hornetsturnier verpassen, und dem Titelverteidiger Eintracht Hadeln, zählten auch Jasons Five, die Sieger des letztjährigen Sommerturniers, zu den hoch gehandelten Favoriten. Keiner von ihnen konnte sich in der Vorrunde durchsetzen. Stattdessen jubelten die Hornets, die in den letzten Jahren immer ein gastfreundlicher Veranstalter waren und brav zwischen Platz 7 und 10 landeten, die Ostfront aus Huchting, die dich in noch viel tieferen Regionen bestens auskennen sowie das Schlusslicht von 2008, die Grün-Weißen Meisterjäger. GWP Celle qualifizierte sich auch ohne Auswechselspieler, punktgleich hinter dem Schwedenteam, für die Halbfinal-Zwischenrunde. Die GWDS Gnarrenburg setzten sich ebenso souverän in ihrer Gruppe durch und schlugen unter anderem Jasons Five mit 3:2, nachdem sie mit 0:2 in Rückstand geraten waren.

Die Zwischenrunde wurde zum Schützenfest
In der Zwischenrunde begegneten sich die Erst- und Zweitplatzierten der Vorrunde in zwei Halbfinalgruppen. Auch die restlichen Teilnehmer mussten noch nicht nach Hause fahren und spielten in drei weiteren Dreiergruppen die Plätze 7 bis 15 unter sich aus. Der Trefferdurchschnitt wurde in der Zwischenrunde von 2,5 auf satte 4,1 pro Partie angehoben, was in erster Line an der Treffsicherheit der Werder Hornets, des Schwedenteams und GWP Celle lag. Während Celle mit zwei Siegen schnell für klare Verhältnisse sorgte, trennten sich die Hornets und das Schwedenteam in der Parallelgruppe mit 3:3. Die Hornets mussten im letzten Spiel gegen Ostfront Huchting mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnen, wollten sie ins Finale kommen. Doch die Huchtinger hatten auch noch ein Wörtchen mitzureden. Die Gastgeber gingen zweimal in Führung und die junge Mannschaft der Ostfront glich umgehend aus. Die Hornets schafften in letzter Sekunde noch ein 4:2 und konnten sich vor das Schwedenteam schieben.

Im Spiel um Platz 5 traf Ostfront Huchting auf die Grün-Weißen Meisterjäger. Es sollte das torreichste Spiel des Tages werden. Huchting machte Druck und ging verdient in Führung. Noch während des Jubels schossen die Meisterjäger jedoch vom Anstoßpunkt den Ausgleich. Die Ostfront kämpfte sich wieder vor und kam bald erneut zum Torerfolg. Doch die Meisterjäger blieben unbeeindruckt und legten nur 10 Sekunden später nach. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und wieder trafen die Huchtinger. Eine halbe Minute konnten sie sich freuen, dann stand es auch schon 3:3. Kurz vor Schluss gelang den Stammgästen aus Bremen-Huchting das Siegtor zum 4:3 aus Gnarrenburg klar mit 3:0 gegen das Schwedenteam.

Das Spiel um Platz 3 gewannen die starken Green White Divine Supporters
Im Finale standen sich am frühen Abend dann die Werder Hornets und Green White Power Celle gegenüber. Die Celler, die sich den Torwart von Eintracht Hadeln ausgeliehen und einen mannschaftslosen Zuschauer aus Hemmoor engagiert hatten, traten auch im Finale ohne einen Auswechselspieler an. Nach einer guten Minute gingen die Celler durch einen frechen Schuss mit der Fußspitze, der sogenannten Pike, in Führung. Bis zum Schluss gab es auf beiden Seiten zahlreiche Chancen, die durch die bärenstarken Torhüter Dominique Neuendorf (Cuxhaven) im Celler Tor und Thommy Weitze im  Kasten der Werder Hornets vereitelt wurden. Die Gäste aus Celle konnten ihre Führung bis zum Schlusspfiff verteidigen und machten die Sensation perfekt.

Den Fairnesspokal gewannen die Altherren der Freitagsriege aus Altenbruch, die im nächsten Jahr gern wieder am Hallenturnier der Hornets teilnehmen wollen. Die sportliche Turnierleitung um Stefan Otto und Jörn-Hinnerk Krämer lobte die Teilnehmer für ihre weitgehend fairen Spiele und das ungewöhnlich hohe Niveau des Turniers. Die Spieler ihrerseits applaudierten für die fleißigen Helfer, die acht Stunden lang für das leibliche Wohl der Aktiven sowie der Zuschauer gesorgt und dadurch das Geschehen in der Halle verpasst hatten. Nun warten die Fanclubs und Freizeitteams gespannt auf das Sommerturnier, das voraussichtlich am 19. Juni 2010 stattfinden wird.

Abschlusstabelle

1.

GWP Celle

2.

Werder Hornets

3.

GWDS Gnarrenburg

4.

Schwedenteam

5.

Ostfront Huchting

6.

Grün-Weiße Meisterjäger

7.

Coolheadedz

8.

SPAHLB

9.

Eintracht Hadeln

10.

Jasons Five

11.

All Stars Huchting

12.

Freitagsriege

13.

Red Devils

14.

Green White United

15.

Killer Instinct